E3 Special: Assassin’s Creed Unity – Eine zweischneidiger Degen

13. Juni 2014
E3 Special: Assassin’s Creed Unity – Eine zweischneidiger Degen

Assassin’s Creed Unity ist umstritten – nur Co-op statt Versus, Festland statt Schiffsfahrten und verdammt nochmal immer noch kein Feudales Japan. Meine Eindrücke von den E3 Präsentationen erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Assassin’s Creed Unity wird der erste Ableger der noch jungen, aber umfangreichen Spielereihe, der ausschließlich für die NextGen Konsolen und den PC entwickelt wird. Obwohl Black Flag ein Launch Titel für die neuen Konsolen war, wurde es doch vor allem mit PS3 und XBox360 im Hinterkopf entwickelt. Nun hat Ubisoft die Chance, die Features der neuen Generation voll auszunutzen. So liegt es vor allem im Trend, die Singleplayer Kampagnen mit Mulitplayer Elementen zu vermischen. Andere Spieler können jederzeit in das eigene Spiel einsteigen, so wie Journey und Demon’s Souls es vor einigen Jahren vorgemacht haben.
Bei Assassin’s Creed Unity rückt dieses Feature noch weiter in den Vordergrund – es wird vor allem als ein Mulitplayer Erlebnis entwickelt, das natürlich wahlweise auch alleine gespielt werden kann. Andere Spieler können auf Knopfdruck jederzeit ein- und aussteigen, bis zu vier können gleichzeitig spielen.
Assassin’s Creed im Co-op spielen, das klingt nach einem spaßigen Konzept und konnte in den gezeigten Gameplay Szenen durchaus überzeugen. Kühl und geplant sind die Spieler vorgegangen, um gemeinsam Probleme zu lösen bzw. aus dem Weg zu schaffen. In tatsächlichen Multiplayer-Partien wird diese Coolness wohl häufiger durch heilloses Durcheinander und Mutterwitze ersetzt werden, aber spaßig wird es ganz bestimmt.
Warum jedoch die, seit dem zweiten Teil üblichen und sehr beliebten, Multiplayer Matches weichen mussten, ist mir schleierhaft. Kein Versus mehr, nur noch Co-op.
Auch die Wahl des Settings ist umstritten. Paris zur Zeit der Französischen Revolution klingt zwar spannend und sieht auch hübsch aus, viele Innenräume scheint es auch zu geben, doch erinnern die Umgebungen etwas zu sehr an das Italien der Ezio-Trilogie.
Nachdem Black Flag mit seinen Piraten und dem offenen Meer eine erfrischende Abwechslung war, ist es schade, dass dies nun alles wieder über den Haufen geworfen wird. Auch scheint das Kampfsystem, das zuletzt bei Brotherhood Veränderungen erfahren durfte, nun keine Fortschritte mehr zu machen.
Trotz der Kritikpunkte wird Assassin’s Creed Unity sicher wieder ein voller Erfolg werden. Spieler wie ich können dagegen nur noch schwer gegen die Ermüdungserscheinungen ankämpfen. Hoffen wir, dass Ubisoft sich doch noch überreden lässt, mit dem Franchise in fernere Länder zu ziehen. Nach Ägypten, nach Japan, in die gaaaaanze Weeeeelt.

von Tony M

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Rubriken: Blog

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