Review: 7 DAYS TO DIE (PS4)

24. Juli 2016
Review: 7 DAYS TO DIE (PS4)

7 Days to Die ist auf der Playstation 4 angekommen und die erste Veröffentlichung von Telltale Publishing ist ein Zombie Überlebenskampf durch und durch. Ob das Spiel aus der Masse der Survival Spiele hervorstechen kann und was es sonst zu bieten hat, erfahrt ihr in der folgenden Review.

Was 7 Days to Die besonders auszeichnet, ist die Vielzahl an Crafting Möglichkeiten, gekoppelt mit einer ständigen Bedrohung durch herumstreunende Zombies. Es verbindet somit die Stärken von Spielen wie DayZ und auf der anderen Seite Minecraft und Co. Angefangen mit simplen Werkzeugen und einfacher Kleidung, könnt ihr euch bald eigene Häuser bauen, stärkere Waffen herstellen, bis ihr bereit seid, die Karte Stück für Stück aufzudecken.
Was mir an 7 Days to Die am besten gefällt, ist zum einen die angenehme Lernkurve und zum anderen die Bedrohung bei Nacht, denn je nach Einstellungen und Spielmodus, werden die Beißer erst dann zu einer knallharten Bedrohung.
Ihr beginnt das Spiel mit einem gewählten Charakter, in der PS4 Version wahlweise auch mit Charakteren aus Telltale Spielen, wie The Walking Dead, und startet in einer von vielen Klimazonen, meist in der Nähe eines größeren Hauses und bekommt eine kurze Tutorial Quest, die euch das wichtigste beibringt. Danach seid ihr auf euch allein gestellt und müsst schwierige Entscheidungen treffen. Baut ihr direkt einen eigenen Unterschlupf oder verbarrikadiert ihr lieber die alte Hütte am Wegesrand? Oder lieber doch gleich in die Welt hinausziehen?
Wichtig ist es, stets die Uhr im Blick zu behalten, denn ist die Sonne erst einmal untergegangen, wird nicht nur die Orientierung wesentlich schwerer, sondern auch die Zombies zu einer echten Plage.
Vor jeder Runde bekommt ihr eine umfangreiche Auswahl an Optionen, mit denen ihr euer Spiel selbst gestalten könnt. Sollen Zombies lieber klassisch vor sich hin schlurfen oder steht ihr eher auf 28 Days Later und lasst eure Widersachen durch die Gegend sprinten? Wie schnell können sie euch aufspüren und wie verhalten sie sich bei Tag und bei Nacht?
Standardmäßig wandeln die Toten bei Tag als klassische Zombies über die Erde und werden bei Nacht zu rennenden Raubtieren. Somit empfiehlt es sich für den Spieler, bei Tag so viele Ressourcen wie möglich zu sammeln und sich anschließend in sein Haus zu verkriechen, bevor die letzten Sonnenstrahlen verschwunden sind. Haben euch die Biester dennoch entdeckt, beginnen sie wie wild gegen all euren Türen und Fenster zu hämmern, bis sie zu euch durchgebrochen sind. Habt ihr dann noch genug Holz zur Verfügung, könnt ihr Türen und Wände verstärken oder neue Objekte in den Weg bauen. Cool oder?
Selten fühlen sich Zombie-Spiele tatsächlich so an, wie 7 Days to Die. Ihr bekommt ein echtes Gefühl der Bedrängnis, müsst eure Umgebung taktisch einsetzen, um dem sicheren Tod zu entgehen und nebenbei ständig darauf achten, nicht zu verhungern, zu verdursten, an einer Krankheit zu sterben oder, je nach Klimazone, auszutrocknen, zu erfrieren oder vom Zombievirus dahin gerafft zu werden. Das Spiel ist so schwierig, wie es detailverliebt ist.
Leider, leider ist 7 Days to Die von ständigen Bugs, Soundproblemen, Clippingfehlern und vielem mehr geplagt. Einst entdeckte ich ein Haus, das auf einem kleinen Holzsteg im Wasser gebaut war. Das perfekte Versteckt! dachte ich mir und schwamm frohen Mutes in Richtung meines neuen Zuhauses. Als ich dann versuchte, auf die Plattform hinaufzuklettern, stürzte meine Figur plötzlich mitten im Wasser in die Tiefe, brach sich alle Knochen und starb. Nun ist es so, dass der Spieler, sollte er sterben, wieder bei seinem letzten Schlafsack landet und sein Hab und gut nur dann zurückbekommt, wenn er zurück an seinen Todesort kehrt und einen Rucksack einsammelt. Also verbrachte ich die nächsten 3-4 Runden mit dem Versuch, meinen Rucksack in der Meerestiefe zu bergen, bevor mir die Luft ausgeht und die Ausdauer meines Charakters weiter zu verbessern. Letztendlich, beim dritten, vierten oder vielleicht auch fünften Versuch, kam ich endlich tief genug, nur um wieder mitten im Wasser abzustürzen. Ragequit.
Das Auflevel- und Verbesserungssystem folgt übrigens dem Prinzip – je mehr man etwas macht, desto besser wird man darin. Sprintet oder schleicht ihr viel, steigt eure Ausdauer, baut ihr viel, steigen dort die entsprechenden Werte usw. Außerdem könnt ihr nach Level Ups natürlich auch Punkte auf Fähigkeiten verteilen.
Fazit: 7 Days to Die ist ein interessantes Zombie-Spiel mit motivierendem Crafting und einem anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad, das leider unter Bugs leidet und dadurch oftmals unvorhersehbar wird. Zum Glück brechen diese Fehler das Spiel so gut wie nie und es ist trotz seiner vielen Probleme meist einwandfrei spielbar. Wer auf Survival steht, Zombies mag und gerne Sachen baut, ist hier genau richtig. Hoffentlich sorgen zukünftige Updates für ein noch besseres Spielvergnügen. – 65%
**7 Days to Die wurde uns vom Publisher Telltale Publishing als Review Code zur Verfügung gestellt.

von Tony M

Rubriken: Blog, Review

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