Review: RWBY: Grimm Eclipse (PS4)

3. Februar 2017
Review: RWBY: Grimm Eclipse (PS4)

Basierend auf der beliebten Webserie RWBY, bietet Grimm Eclipse Character Action Gameplay für Solo- und Coop-Spieler. Ihr habt noch nie eine Folge von RWBY gesehen? Im folgenden Testbericht verrate ich euch, ob Grimm Eclipse dennoch einen Blick wert ist.

RWBY ist eine beliebte und aufwendig produzierte Webserie im Anime-Stil, mit der auch ich bisher keinerlei Berührungspunkte hatte. Dennoch wollte ich dem Spiel RWBY: Grimm Eclipse eine Chance geben, denn als Fan von Character Action Games muss man inzwischen nach jedem Strohhalm greifen.

Dabei lässt sich das Spiel ziemlich knapp zusammenfassen: Ihr wählt Level für Level, verkloppt recht ähnliche Gegnertypen und müsst zwischendurch immer wieder mehrere Wellen von Gegnern überstehen, um im Spiel fortzuschreiten. Das Ganze geht entweder im Coop oder Singleplayer. Im Hauptspiel stehen euch 4 Charaktere aus dem RWBY Universum zur Verfügung, per DLC noch 4 weitere.

Ihr könnt alleine oder mit anderen auf die Jagd gehen.

Tatsächlich ist der Online-Modus gegenüber dem Singleplayer zu bevorzugen, da letzterer als allein stehendes Spiel einfach zu wenig Abwechslung bietet. Eine Schwäche, über die man im Multiplayer als Spieler eher hinweg sieht. Ein lokaler Couch-Coop Modus wäre für das Spiel perfekt gewesen, ist aber leider nicht vorhanden.

Die recht dünne Story wird euch nur über Funksprüche präsentiert. Eine Einführung oder dergleichen gibt es nicht. Ihr werdet direkt in das Spiel geworfen und macht euch auf den Weg, den ersten Level zu durchqueren. Das Ganze erinnert ein wenig an die Activision/Platinum Games Lizenzspiele wie Legend of Korra, doch selbst die liegen in Sachen Präsentation noch ein ganzes Stück vorne.
Budget Unterschiede sollten hier natürlich beachtet werden, aber für ein Franchise, das komplett aus animierten Szenen besteht, wäre die Einbindung solcher in das Spiel sicher nicht allzu schwierig gewesen.
Immer wieder müsst ihr ganze Wellen an Gegnern besiegen.

Aber RWBY: Grimm Eclipse lebt eben von seinem Kampfsystem und das ist gar nicht mal so schlecht. Nicht phänomenal, aber ausreichend für das Verprügeln großer Gegnerwellen. Etwas ungünstig gewählt ist die VIERECK-Taste als Ausweich- bzw. Konterbutton. Eine Schultertaste wäre wohl intuitiver und leichter zu erreichen gewesen. So steckt ihr häufiger Treffer ein als gewünscht und das Ganze wird meistens zum Überlebens- und Ausdauerkampf. Seid ihr zu stark verletzt, lauft ihr einfach für einige Sekunden davon, heilt ein wenig und schlagt erneut zu. Einige Gegner haben leider eine ziemlich dicke Haut, wodurch der ganze Prozess schon mal etwas länger dauern kann. Generell ist das Verkloppen von Gegnerwellen eher anstrengend und ihr werdet nur darauf warten, dass ihr endlich bei der letzten Welle angekommen seid.

Die verschiedenen Charaktere bieten natürlich auch leicht unterschiedliche Kampfstile und mit einem eher flachen RPG System könnt ihr einige eurer Charakterwerte aufwerten oder Kombos verlängern. Sehr tief geht das Ganze allerdings auch nicht und ihr werdet euch vermutlich schnell auf einen einzigen Charakter festlegen wollen, den ihr dann für den Rest des Spiels weiter aufwertet. Oft fehlte mir sogar gänzlich die Motivation, das Upgradesystem überhaupt zu verwenden.
So furchtbar das auch klingen mag – RWBY ist ein gutes Spiel für nebenbei, eignet sich abschalten oder für ein paar spaßige Coop Runden. Oder ihr macht es wie ich, steckt die Kopfhörer in die Ohren, hört ein paar gute Episoden vom PlayPointless Podcast und verprügelt Gegnerwellen, nur so zum Spaß.
Eins muss man dem RWBY lassen – es sieht super aus.

Übrigens, ein wenig Abwechslung hat das Spiel dann doch zu bieten, wenn ihr beispielsweise versucht, eine Bombe an ihren Zielort zu bringen und den Monstern nebenbei ausweichen müsst, anstatt sie nach und nach fertig zu machen. Diese kleinen Lichtblicke werten das Spielerlebnis auf und auch für die hübsche Grafik und den Sound gibt es einige Pluspunkte.

Fazit: Für Fans der Serie RWBY hat Grimm Eclipse sicher einiges an Spaß zu bieten. Ihr könnt in die Rollen der verschiedenen Charaktere schlüpfen und alleine oder mit Freunden auf Monsterjagd gehen. Für sich genommen und vor allem im Singleplayer, hat RWBY: Grimm Eclipse leider nur wenig zu bieten. Das Kampfsystem ist nicht schlecht umgesetzt und jeder Charakter hat andere Fähigkeiten und Kampfstile. Die RPG Elemente sind eher knapp und ändern nur wenig. Die größte Schwäche ist aber der Spielablauf an sich, der sich kaum ändert und euch ständig Wellen an Gegnern gegenüberstellt, die sich selbst kaum voneinander unterscheiden. RWBY: Grimm Eclipse ist vielleicht ein gutes Spiel für nebenbei, doch für sich genommen wird euch beim Spielen wohl schnell langweilig werden. – 55%

Vielen Dank an Rooster Teeth Games, die uns einen Review Code für RWBY: Grimm Eclipse zur Verfügung gestellt haben.

Die Bilder in diesem Artikel stammen von der Offiziellen Website.

von Tony M

Rubriken: Blog, Review

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