Review: Sabotage

4. September 2014
Review: Sabotage

Schon mit “The Last Stand” wollte Arnold Schwarzenegger sein Comeback feiern, doch die Kritiker waren eher wenig angetan. Ob sein neuer Film “Sabotage” besser gelungen ist, könnt ihr hier nachlesen.

“Einer der schlechtesten Filme aller Zeiten”
“Dieser Film ist so eine absolute Frechheit, dass ich nach dem Filmende einfach sprachlos war und meine Abneigung gar nicht richtig zum Ausdruck bringen konnte.”
“Dieser Film hat nichts aber auch gar nichts mit den wirklich guten Schwarzenegger Filmen zu tun.”
Hört sich doch schon mal sehr vielversprechend an oder? Nur unsympathische Personen, eine dämliche vorhersehbare Story und nicht mal genug Action? Auf der anderen Seite lockten Arnold Schwarzenegger, ein cooler Trailer und David Ayer (“End of Watch” war für mich einer der besten Filme der letzten Jahre. Ich konnte nicht anders und kaufte mir “Sabotage”.
Bevor ich zur Bewertung komme gibt es aber erstmal eine kurze Inhaltsangabe.
Die von John “Breacher” geleitete Elite-Einheit der Drogenfahndung wird nach einem unschönen Vorfall bei dem ein nicht ganz niedriger Geldbetrag “verschwindet” aufgelöst. 6 Monate später wird das Team wieder zusammengeführt, doch nach und nach werden die Mitglieder brutal aus dem Verkehr gezogen. Wer steckt hinter den Morden? Hat es vielleicht etwas mit dem Geld zu tun?
Die für mich gar nicht mal so uninteressante Geschichte kommt erst langsam in Fahrt und die größtenteils unsympathischen Personen, die manchmal recht merkwürdig um nicht zu sagen unglaubwürdig handeln erleichtern den Einstieg auch nicht unbedingt, allerdings kostet so eine Blu-ray nun mal gute 17€ und deshalb blieb ich bis zum Ende dran. Habe ich es bereut? Nein, denn nach den etwas zähen ersten 30 Minuten macht “Sabotage” wirklich Spaß. Es ist zwar nicht super spannend, aber auch nie richtig langweilig es gibt nur gegen Ende eine kleine Länge, die aber auch nicht großartig ins Gewicht fällt. Nach einer halben Stunde hat man sich dann auch den ein oder anderen gar nicht so unbekannten Charakter rausgesucht (Arnie mag man natürlich schon von Anfang an ich meine es ist ARNIE), gerade der bei mir unbeliebte Avatar Hauptdarsteller Sam Worthington (den ich übrigens nicht wieder erkannte) “glänzt” als sehr hässlicher Glatzkopf “Monster”. Klar gibt es nervige Dialoge besonders Lizzie nervt einfach nur, allerdings lässt sich darüber hinwegsehen.
Der Soundtrack war stellenweise wirklich gut, allerdings auch kein wirklicher Vergleich zu “End of Watch”. Die Actionszenen werden merkwürdigerweiser im Verlauf besser, ziemlich cool war zum Beispiel die allerletzte Szene, die ich so gar nicht erwartet hätte. Da Gewalt und Action Hand in Hand gehen kurz etwas zur Gewalt, diese ist in “Sabotage” extrem hoch und das bezieht sich nicht auf die teilweise recht blutigen Shootouts, sondern auf die doch sehr brutalen Morde. Wer nur übertriebene und unlogische “Expendables”-Szenen vertragen kann, sollte um Ayers Film einen großen Bogen machen.
Ich muss sagen, dass mich “Sabotage” nach der ersten halben Stunde sehr gut unterhalten hat und ich die ganzen negativen Kritiken wirklich nicht verstehe. Ich habe den Kauf nicht bereut.
Ach ja keiner raucht so cool Zigarren wie Arnold Schwarzenegger.

von playpointless

Rubriken: Blog, Review

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