Review: THE MAGIC CIRCLE – GOLD EDITION – (PS4)

9. Juli 2016
Review: THE MAGIC CIRCLE – GOLD EDITION – (PS4)

In The Magic Circle seid ihr ein Spieletester, der die Welt nach seinen Vorstellungen formen kann. Ein Spiel in einem Spiel. Ausgerüstet mit “magischen” Fähigkeiten, hackt ihr Kreaturen, macht sie zu euren Verbündeten und löst Rätsel auf eure ganz eigene Art.  Ob der Meta-Trip etwas taugt, erfahrt ihr in der folgenden Review.

The Magic Circle ist ein einzigartiges Spiel voller Überraschungen. Man nehme The Stanley Parable, ein bisschen Pokemon, ein bisschen Metroidvania und gleich noch einen voll funktionsfähigen Level-Editor und es entsteht eine Mischung, die ihresgleichen sucht.
Als Spieletester werdet ihr in die Welt von Magic Circle eingeführt, sollt ein unfertiges Abenteuer bestreiten, durch das ihr von den Entwicklern “Ish” (James Urbaniak) und “Maze” (Karen Dyer) durchgecheatet werdet. Die beiden und später auch die Praktikantin “Coda” (Ashly Burch) erscheinen als fliegende Augen im Spiel, später erfahrt ihr dann durchs Audioaufnahmen und herumliegende Changelogs mehr über die Charaktere.
Nach dem Beenden der höchst unbefriedigenden und unvollständigen Demo, bleibt ihr irgendwo im Speicher des Spiels zurück und werdet von einer geheimnisvollen Erscheinung dazu angezettelt, die Spielewelt nach euren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dafür könnt ihr Löcher am Boden herbeizaubern und alles, was ihr darin gefangen nehmt, umprogrammieren. Und so tut ihr es dann auch. Die Welt von The Magic Circle besteht aus verschiedenen Versatzstücken, die die lange Entwicklungsgeschichte des Spiels im Spiel widerspiegeln. Gerade seid ihr, einen Lavafluss überquerend, in einen Vulkan spaziert, befindet sich hinter dem nächsten Gang auf einmal eine pixelige Raumstation aus den frühen 90ern, komplett mit vollständiger Skybox und allem drum und dran.
Begegnen euch feindlich gesinnte Kreaturen, könnt ihr euch zwar nicht selbst wehren, habt allerdings die Möglichkeit, sie einzufangen und umzugestalten. “DER HELD” ist nicht länger unter FEIND, sondern unter FREUND geführt, die Bewegungsart, der Angriff, Spezialangriff und sogar der Name können angepasst werden. Auch könnt ihr eine Kreatur ihrer Eigenschaften berauben und an andere Wesen weitergeben. Ihr wollt eine der Leichen auf der Raumstation zu eurem Gefolgsmann machen? Kein Problem – nehmt einer anderen Kreatur die Fähigkeit zur Bewegung und gebt diese an die Leiche weiter. Et voila, ihr habt einen Zombie geschaffen. Nach und nach folgt euch eine ganze Armee von Kreaturen, wenn ihr es denn wollt. Die Möglichkeiten sind zahlreich und bereiten unglaublich viel Spaß.
Um bestimmte Orte auf der Karte zu erreichen, müsst ihr bestimmte Wesen finden und deren Fähigkeiten sinnvoll einsetzen. Der Türbot beispielsweise, öffnet die Energiebarrieren auf der Raumstation für euch. Natürlich kann aber auch diese Fähigkeit an einen eurer anderen Begleiter weitergegeben werden. Wie überwindet man am besten einen Lavafluss? Findet eine Kreatur, die gegen Feuer immun ist und gebt diese Fähigkeit an einen Stein weiter oder an ein Haustier, das euch auf dem Rücken tragen kann.
Eure Mitstreiter müssen euch zudem gegen allerlei bösartige Kreaturen verteidigen, die erst nach ihrem Tod gehackt und anschließend wiederbelebt werden können. Riesige Kreaturen erfordern natürlich auch eine gewisse Angriffsstärke. Fühlt sich an wie Pokemon – nur irgendwie besser!
Der Hauptteil des Spiels besteht daraus, dass ihr euch auf einer offenen Oberwelt bewegt und versucht, die verschiedenen Orte auf der Karte zu erreichen, indem ihr nach und nach neue Kreaturen mit neuen Fähigkeiten findet. Häufig gibt es mehrere Lösungswege, um ein Ziel zu erreichen. Über eine Karte könnt ihr eure Begleiter jederzeit zu euch teleportieren und an diverse Orte schnellreisen. Im letzten Teil von The Magic Circle werdet ihr dann noch vor eine handvoll anderer, nicht weniger kreativer und sehr überraschender Aufgaben gestellt, die ich an dieser Stelle nicht verraten möchte.
Die Geschichte schwankt währenddessen irgendwo zwischen Komisch und Dramatisch und am Ende hat man tatsächlich so einiges über Spieleentwicklung und das Leben als Entwickler verstanden. Die großartigen Sprecher tragen ihr übliches zur sowieso schon tollen Atmosphäre bei.
Fazit: The Magic Circle ist ein absoluter Geheimtipp und Überraschungshit und ein klarer Kandidat für das Spiel des Jahres. Zwar habt ihr in etwa 5-6 Stunden das meiste gesehen, doch in dieser Zeit werdet ihr toll unterhalten, vor motivierende Rätsel gestellt und bekommt ihr hohes Maß an Freiheit, was die Gestaltung eures Teams angeht. – 90%
*Die Bilder im Artikel stammen von der offiziellen The Magic Circle Website des Entwicklers Question.
**The Magic Circle wurde uns vom Publisher Evolve PR als Review Code zur Verfügung gestellt.

von Tony M

Rubriken: Blog, Review

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*